Immer mehr Deutsche setzen auf Aktien und ETFs
Im Jahr 2025 erreichte die Zahl der Aktionärinnen und Aktionäre in Deutschland einen neuen Höchststand. Nach aktuellen Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) besaßen durchschnittlich 14,1 Millionen Menschen in Deutschland Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Das entspricht einem Anstieg von rund zwei Millionen gegenüber dem Vorjahr und markiert einen historischen Rekord. Damit investiert inzwischen knapp jede fünfte Person ab 14 Jahren direkt oder indirekt am Aktienmarkt.
Junge Generation treibt Wachstum
Besonders auffällig ist das wachsende Interesse der jüngeren Bevölkerung an der Geldanlage in Wertpapieren. Laut DAI entfielen 1,2 Millionen der neuen Aktionäre auf Menschen unter 40 Jahren. Insgesamt besitzen 4,9 Millionen Personen dieser Altersgruppe Aktien, Fonds oder ETFs. Damit stellt die junge Generation rund 60 Prozent des Gesamtanstiegs. Auch Frauen und Menschen in Ostdeutschland beteiligten sich 2025 stärker am Aktienmarkt als in den Vorjahren. Die Zahlen zeigen, dass Aktien und ETFs zunehmend in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.
Vergleich mit anderen Ländern und gesellschaftliche Bedeutung
Obwohl die Aktionärszahlen in Deutschland steigen, bleibt der Anteil der Bevölkerung mit Aktienbesitz im europäischen Vergleich weiterhin moderat. Während Privatpersonen in Deutschland rund 103 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in Aktien, Fonds oder ETFs investiert haben, liegt dieser Wert in Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden deutlich höher. Dennoch sieht das Deutsche Aktieninstitut einen starken gesellschaftlichen Rückenwind für die Aktie und fordert, die Aktienanlage stärker in der Altersvorsorge zu verankern.
Was bedeutet das für Sparer?
Für Sparer und künftige Rentnerinnen und Rentner ist die Entwicklung ein positives Signal. Die zunehmende Verbreitung von Aktien und ETFs kann langfristig dazu beitragen, die private Altersvorsorge zu stärken. Das Deutsche Aktieninstitut sieht die Bundesregierung in der Pflicht, diesen Trend zu nutzen und die Aktienanlage in allen drei Säulen der Altersvorsorge stärker zu fördern. Geplante Maßnahmen wie ein staatlich unterstütztes Altersvorsorgedepot oder die sogenannte Frühstart-Rente könnten privaten Anlegern zusätzliche Anreize bieten. Schon jetzt profitieren viele Sparer von den Renditechancen am Kapitalmarkt – insbesondere durch breit gestreute ETF-Sparpläne, die auch mit kleinen Beträgen den Einstieg erleichtern.
FAQ
Wie viele Deutsche besitzen aktuell Aktien oder ETFs?
Im Jahr 2025 besaßen durchschnittlich 14,1 Millionen Menschen in Deutschland Aktien, Aktienfonds oder ETFs. Das ist ein Rekordwert und entspricht etwa jeder fünften Person ab 14 Jahren.
Welche Altersgruppen investieren besonders stark?
Vor allem die unter 40-Jährigen treiben den Anstieg. 4,9 Millionen Menschen dieser Altersgruppe besitzen Wertpapiere, was 60 Prozent des Gesamtanstiegs ausmacht.
Welche Rolle spielen Aktien und ETFs für die Altersvorsorge?
Aktien und ETFs bieten langfristig attraktive Renditechancen und werden zunehmend als Baustein der privaten Altersvorsorge genutzt. Institutionen wie das DAI fordern, diese Anlageformen stärker staatlich zu fördern.
Quellen
Publisher: DER SPIEGEL
Veröffentlichungsdatum: 13.01.2026
Primär-URL: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rekordzahlen-des-deutschen-aktieninstituts-mehr-als-14-millionen-deutsche-besitzen-aktien-a-ebc734c3-f3c3-4551-a700-24fcd559ac5e
Faktencheck und Quellenprüfung
Die folgenden Kernaussagen wurden aus der Primärquelle extrahiert und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft:
Deutschland hat so viele Aktionäre wie nie zuvor: 14,1 Millionen Deutsche besaßen 2025 Aktien oder ETFs, rund zwei Millionen mehr als im...
Primärquelle (www.spiegel.de): https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rekordzahlen-des-deutschen-aktieninstituts-mehr-als-14-millionen-deutsche-besitzen-aktien-a-ebc734c3-f3c3-4551-a700-24fcd559ac5e
Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer eigenständigen redaktionellen Einordnung. Zahlen und Aussagen werden vor Freigabe gegen die Originalquelle geprüft.